Streckenflugwoche FieschAlle Jahre wieder, einmal nach Fiesch zum Streckenfliegen. Für mich eine Woche zum Geniessen, da ich keine Schüler dabei habe und ich mich so aufs Fliegen konzentrieren kann. Angereist sind wir am Sonntag Abend mit dem Zug, um möglichst unabhängig auf Strecke gehen zu können. Der Montag sah anfangs gar nicht so schlecht aus, aber eine tiefe Basis, ein bisschen Westwind und relativ stabile Verhältnisse zwangen mich, nach dem zweiten Anlauf über den Grimsel zu Fliegen, zur Rückkehr. Also flog ich noch ein bisschen umher und genoss das freie Fliegen im Wallis. Der Dienstag sah ziemlich ähnlich aus, nur das die Basis noch tiefer angesagt wahr, nur die Luft sollte sich im laufe des Tages etwas labilisieren. Los gings so um 11 Uhr, standartmässig bis zum Sidelhorn. Kurz zuvor hatte ich ein bisschen Mühe, konnte mich aber mit Geduld wieder hoch arbeiten. Der kleine Zeitverlust kam mir dann beim Überflug des Grimsels und Furkas zu Gute, weil die Thermik minütlich besser wurde. Die tiefe Basis zwang einem immer maximum Höhe zu machen, so flog ich teilweise über kleinen Wolken was sehr eindrücklich war. Der schwierigste Teil war der Oberalp. Die Basis auf der Schöllenen Seite war so tief, das ein Überflug unmöglich währe. Die Luftmassen von Andermatt her kommend, waren jedoch einiges trockener und die Wolken einiges höher. So konnte ich in der trockeneren Luft an den Wolken thermisch aufsoaren, genug Höhe machen und so den Oberalp überfliegen. Die Basis Richtung Flims war auf 2600m, manchmal kam ich noch 200 m höher. Immer dort wo die Sonne ein bisschen durch kam konnte ich zuverlässig Höhe tanken. Ich musste immer weit aussen durch fliegen, so auch am Grap Sogn Gion. Es war zwar erst 15.00 Uhr, aber die tiefen Wolken und sehr grossen Abschattungen liessen keinen weiteren Flug zu, ohne am Flimserstein höhe zu machen. Als pflichtbewusster Fluglehrer flog ich so aussen rum und ging in Trin Mullin landen. Es war vielleicht nicht so ein weiter, aber ein eindrücklicher schöner Flug. | |  |