Sara und Thomas Kindlimann
SÜDAFRIKA 2010
Heimreise
BLOG - SÜDAFRIKA 2010
Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Donnerstag, 23. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Heimreise

Für unsere Heimreise brauche ich einen separaten Blog. Eigentlich fing alles super an. Barry brachte uns am Samstagabend mit seinem Bus zum Flughafen. Wir wussten vom Problem und Wetter in London, sahen aber, dass unser Flug immer noch planmässig um 20.50 Uhr standfinden soll. Also checkten wir unser Gepäck, und dies ist nicht wenig (+ nochmals 3 Ausrüstungen), ein und begaben uns zum Boarding. Als wir unsere restlichen Rand an der Bar verso…. hatten tönte es aus den Lautsprechern: Der Flug ist gestrichen, das Gepäck muss abgeholt werden und man wird dann in ein Hotel gebracht. Und so begann eine abenteuerliche Reise.

Wir wurden ins Hotel Westin gefahren. Das Hotel liegt mitten in Kapstadt, besitzt 5 Sterne und ist fast neu. Im 19. Und obersten Stock hatte es neben dem Restaurant ein Schwimmbad, einen Fitnessraum, ein Dampfbad, eine Sauna und ein Wirlpool mit Aussicht auf Kapstadt mit Hafen, Wasserfront, Lionshead, Signal Hill und den Tafelberg. Alles Essen und die Getränke waren gratis, man konnte sich sogar alles aufs Zimmer liefern lassen. Wir liessen es uns da richtig gut gehen. Wie es weiter gehen sollte, wussten wir nie so Richtig. Alle 2 Stunden konnte man sich wieder erkundigen. So verbrachten wir den Sonntag im Hotel. Durch Zufall erfuhren wir mitten in der Nacht, dass am Montag ein Flieger nach London abfliegen soll. Mit all unserem Gepäck fuhren wir um 7.30 auf den Flughafen checkten ein und flogen um 11.00 Uhr Richtung London, mit dem Wissen das es da ziemlich sicher nicht weiter gehen soll.

 

Wir landeten in London Heathrow um 21.30 Uhr und mussten da unser Gepäck wieder in Empfang nehmen. Alle Flüge ab London sind gestrichen, Infos soll es im Obersten Stock geben. Also alles hoch und in ein lange Schlange stehen um Infos über eine Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Nach 1.5 Std. in der Schlange stehen gab es einen Zettel mit dem Namen des Hotels und dass man da für eine Nacht bleiben kann. Wir wurden im Hilton untergebracht, welches mitten in London liegt und besser tönt als es ist. Gut, also wieder alles Gepäck in Taxis und für 100.- Fr pro Taxi durch die Stadt ins Hilton. Uns wurde bald klar, dass es mit dem Flieger nicht mehr vor Weinachten nach Hause geht. Die Home Page der Britisch war überlastet, auf dem Flughafen ging nichts, im Fernseher sah man welches Chaos am Flughafen, auf dem Bahnhof und und …. herrschte. Da es schon spät am Abend war, entschlossen wir uns um 7 Uhr zu Frühstücken und dann unsere Heimreise zu organisieren.

Am Dienstagmorgen versuchten wir nochmals vergebens ein Flugticket zu ergattern. Nun wurde es klar wir müssen es selber in die Hand nehmen. Als Erstes schickten wir einen Trup los, der schaut, ob wir mit dem Regional Zug zur Fähre in Dover kommen würden. Dann mussten wir einen Fahrer haben, der uns mit unserem Fly Center Bus in Calais abholen kommen würde. Nach positiven Bescheiden verliessen wir das Hilton mit all unserem Gepäck zur 200 m entfernten U-Bahnstation. Damit fuhren wir bis zum Bahnhof Victoria, in welchem der Zug nach Dover fährt. Bestaunt von Passanten wechselten wir mit unseren Schirmen den Bahnhof. In Dover angekommen mussten wir mit einem Bus zur Fährstation wechseln. Wieder einmal Schirme rein, Schirme raus. Wir sahen uns schon auf der anderen Seite und dann kam alles ein bisschen anders. Wir waren nicht die Einzigen mit dieser Idee. Es gab einen Warteraum in welchem man ein Ticket mit einer Nummer bekam, auf welcher stand, wann man ein Ticket für die Fähre kaufen kann, und dies soll so 3. Std. gehen. Wir hatten zum Glück keinen Stress, weil wir wussten, dass Hansruedi auch erst so um 23.00 Uhr in Calais ankommen wird. Als wir endlich unsere Tickets kaufen konnten gings wieder einmal mit einem Bus zur Fähre. Also nochmals Schirme rein raus. Jetzt hiess es unser Gepäck etwa 5 Stockwerke hoch zu tragen, bis zum Eingang der Fähre. Die knapp 2 Stündige Überfahrt nutzten wir um noch etwas zu essen, damit wir so bereit waren für die lange Reise im Flycenter Bus in die Schweiz. In Calais mussten wir natürlich alles wieder runter tragen und nochmals in einen Bus steigen der uns zum Ausgang brachte. Dort angekommen wurden wir schon von Hansruedi empfangen. Es war kaum zu glauben, aber man fühlte sich schon fast wie zu Hause. Nochmals alles in den Bus, die ganze Nacht durch fahren und gegen  Mittwochmittag zu Hause sein. Diese 10 Std. Busfahrt nahmen wir ganz locker zum Dessert.

Ich denke unsere Entscheidung war richtig. Wir hatten gesehen wie die Leute auf dem Flughafen, in Zelten und weiss nicht wo Übernachteten. Niemand konnte einem sagen wann, oder ob es überhaupt mit dem Flieger wieder nach Hause gehen kann.

Ich möchte noch allen danken, die organisiert, bezahlt und geholfen haben. Einen ganz Herzlichen Dank an Hansruedi, der zu Hause alles liegen liess und uns mit einem 24 Std. Trip in Calais abholte. Die Reise Südafrika war schon ein besonders eindrückliches Erlebnis, auch die Rückreise werden wir immer in unserer Erinnerung behalten.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 26. Dezember 2010 um 15:26 Uhr
 
16.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Samstag, 18. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Und schon stand der letzte Flugtag vor der Türe. Barry wollte uns noch zum Abschluss ein ganz besonders Gebiet zeigen. So fuhren wir los vorbei an Stellenbosch nach Franschhoek. Das Dorf liegt am Ende eines wunderschönen Tals, umgebeben von Bergen, so dass man sich schon fast wie zu Hause fühlte. Gestartet wird vom Franschhoek Pass. Dort hat man die Möglichkeit, je nach Wind und Thermik die linke oder rechte Bergflanke anzufliegen. Simi zeigte uns rechts kurz wie es geht, entschloss sich durch Barrys rat nach links zu fliegen und stand prompt ein wenig später am Boden. So flog ich nach rechts, ein paar mal hin und her, sah wie sich an der Wand die Büsche bewegten, flog dorthin und los giengs nach oben mit konstanten 3m/s. Ich folgte dem Rücken, konnte immer wieder Höhe machen, sah wie sich die Cumulis entwickelten,flog darunter und kurbelte, kurzzeitig mit zwei Adlern, bis zu ihnen auf. Es war eine grandiose Aussicht. Leider wurde der Wind immer stärker, so dass wir uns nach diesem kleinen Streckenflug zum Landen entschlossen. Dort wurden wir von einer schar Kinder herzlich empfangen. So konnten wir noch einmal, bevor wir unsere Heimreise in Angriff nahmen, fein essen, die Sonne geniessen und ein bisschen relaxen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 23. Dezember 2010 um 17:46 Uhr
 
15.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Freitag, 17. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Der Wind lässt nicht locker. Die Richtung war immer noch Südost, solte aber auf Südwest drehen. Wir entschlossen uns deshalb nochmals in das wunderschöne Hermanus zu fahren. welches 2.5 Std. von Kapstadt entfernt liegt. Das Meer und wie die Wolken zogen zeigten uns, dass der Wind immer noch zügig von Ost-Südost, und nicht wie gewünscht von Südwest blies. Also fuhren wir nach einer kurzen Pause wieder zurück nach Kapstadt. Der Wind hatte deutlich nachgelassen und so konnten wir vom Lions Head starten. Die Thermik überlagerte den Südostwind und diese ermöglichte es uns, nochmals vom Kopf des Löwen zu fliegen. Wir konnten aufsoaren und die herrliche Aussicht auf das Meer, Kapstadt und den Tafelberg geniessen. Dieser Mix aus Wind und Thermik sorgte am Ladeplatz für kurze Zeit für sehr sportliche Bedingunen, welche nicht alle ohne Schaden überstanden. In der Fliegerbaar am Meer konnten wir noch den Tag bei einem kühlen Bier ausklingen lasssen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 22. Dezember 2010 um 18:27 Uhr
 
14.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Donnerstag, 16. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Eigentlich wollten wir in Marcassa am Meer fliegen, aber da der Wind immer noch stark bliess, entschlossen wir uns für das Alternativprogramm. Zuerst fuhren wir auf den Signal Hill, dann splitteten wir uns auf, die einen liefen auf den Tafelberg, einige gingen Shoppen in der Wasserfront und wieder einige besichtigten eine Straussenfarm. Der Versuch, am Schluss trotzdem noch einen Flug zu machen, scheiterte an einer Begegnung von Berry und einer Schlange, die ihn biss und an Startversuchen in den stacheligen Büschen von einem kleinen Hügel hinter Cape Town.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 16. Dezember 2010 um 07:56 Uhr
 
13.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Mittwoch, 15. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Da die Windprognose viel Wind für den Tag angesagt hat hiess es früh aufstehen. Das Ziel war das Fluggebiet Map of Africa. Der Startplatz ist riesig und perfekt gegen das Meer ausgerichtet. Dahinter fliessen zwei kleine Flüsse gegeneinander. Das ganze sieht aus wie der Zipfel von Südafrika. Erstaunlich ist, dass der eine Fluss Süsswasser, der andere Salzwasser führt, und sie sich genau unten treffen, also genau gleich wie der Indische Ozean und der Atlantik am Kap der Guten Hoffnung. Leider frischte der Meerwind  früher als erwartet auf, so dass nur wenige den Flug machen konnten. Sie mussten beschleunigt gegen den Wind ankämpfen und konnten so den Blick auf Map of Africa nicht wirklich geniessen. Danach fuhren wir zurück nach Cape Town, genossen die Abendstimmung und gingen nochmals fein essen.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 16. Dezember 2010 um 07:51 Uhr
 
12.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Dienstag, 14. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Wir haben keine Zeit für grosse Berichte. Am Morgen fahren wir jeweils früh los, fliegen den ganzen Tag, gehen essen, geniessen die Wärme, etc etc. 

Vom Hotel in Wilderness geht es schon um 8.30 Uhr los ins nahe gelegene Fluggebiet Sedgefield. Eine nur 150 m hohe Ridge, ein bisschen zurück versetzt. Dort konnten wir schon sehr früh Thermisch fliegen. Jeder konnte unzählige male Top landen und fliegen bis zum umfallen. Am späteren Nachmittag fuhren wir noch an die Paradise Ridge. An dieser nur 80 m hohe Ridge hat ein älterer Pilot und Landbesitzer seine eigene Startrampe gegbaut. Von dieser gestartet gibt es nur zwei Landeplätze die mit dem Auto erreichbar sind. Einer liegt 3 km entfernt Richtung Westen, der andere 8 km Richtung Osten. Muss man früher landen, muss man am Strand zurück laufen. Uns so passierte es, das auf halber Strecke Richtung Osten der Wind plötzlich abstellte. So kamen fast alle  in den Genuss einer bis zu zwei Stündigen Wanderung. Fly and hike eben. Zum Glück konnte ich das Ziel erreichen.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Dezember 2010 um 07:26 Uhr
 
11.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Sonntag, 12. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Pünktlich um 5 Uhr morgens brachen wir heute nach Osten auf. Wir durchquerten grüne Weingärten, durchtunnelten ein Gebirge und überwanden einige hundert Kilometer über sanfte Hügel mit Weiden, Straussenfarmen, Townships und erreichten gegen Mittag das Meer wieder bei Mossel Bay. Leider blies der Südostwind zu stark, aber wir liessen uns nicht einschüchtern und benutzten den starken Wind, um zunächst das Handling mit den mitgebrachten Kytes von Thöme zu üben. Später liessen wir uns zu dritt von echten Surf-Kytes und entsprechender Einführung in die Luft und durch den Sand tragen. Dabei steckte ich meine Nase ungewollt recht tief in den Sand der südafrikanischen Küste!

Zuletzt aktualisiert am Montag, 13. Dezember 2010 um 23:04 Uhr
 
10.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Samstag, 11. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Heute Samstag erreichten wir zusammen den äussersten Zipfel, das Kap der Guten Hoffnung! Die Windstärke erreichte stattliche 85 km /h, womit an ein Fliegen mit unseren Gleitern nicht zu denken war. Allerdings beobachteten wir unsere gefiederten Freunde, wie sie den Task, an senkrechten Klippen zu landen irgendwann alle schafften! Das Zentrum von Kapstadt am Hafen bot anschliessend genügend Gelegenheit, Mitbringsel und andere Spezialitäten einzukaufen. Im „Stammlokal von Jaco speisten wir genüsslich und liessen die Erlebnisse der letzten Flugtage nochmal hochleben.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 13. Dezember 2010 um 23:04 Uhr
 
9.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Freitag, 10. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Zum Abschluss unserer Abenteuer in der Gegend von Porterville konnten fast alle Piloten die 32 km bis zur bekannten Farm zurücklegen. Claudia schaffte es sogar bis zum 50 km entfernten Umkehrpunkt entlang der Bergrücken! Nach der Rückfahrt brachen wir in Kapstadt, Table View nach kurzer Erholung auf zur teilweise recht langen Nacht in diversen Lokalen mit Musik, Tanz und Flüssigem! Details sind in den Wirren der Nacht untergegangen, aber die Aufwachphase dauerte nächsten Tags teilweise bis nach Mittag.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 13. Dezember 2010 um 23:03 Uhr
 
8.Tag
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Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Donnerstag, 09. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

Nach einem gemütlichen Abend und einer kurzen Nacht zeigte sich der heutige Tag leider nicht von seiner besten Seite. Am Morgen sahen wir auf eine starke Inversion, welche Hoffnungen für weite und hohe Flüge in Frage stellte. Am Startplatz bereiteten wir uns pflichtbewusst vor, indem wir Schirm und Sitz für den Flug bereit machten. Wir wollten einfach nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen. Die Thermik liess lange auf sich warten. Irgendwann entschlossen wir uns für einen Flug zuerst Richtung Porteville, welches etwa 7km vom Startplatz entfernt liegt. Einige Piloten mussten leider frühzeitig landen, andern gelang es sogar fast 15 km in den Süden zu fliegen, ich war zum Glück auch dabei. Als der Südwestwind einsetzte flogen wir wieder zurück Richtung Startplatz. Zu diesem Zeitpunkt flogen schon einige der Krete folgend Richtung Norden. Gelernt von gestern flog ich zum Teil auch weit draussen welches immer noch ungewohnt war. Einige mussten beim Pass landen welcher 32 km vom Startplatz entfernt liegt. Ich stand vor dem Pass fast am Boden, ein kleiner Hügel rettete mich vor dem Absaufen, ca. 50 m über Grund konnte ich wieder bis 1400 m aufdrehen.  Die Inversion verhinderte grössere Höhen und eben auch die Querung ins Nachbar Tal. So flog ich wie gestern bis  zum 50 km entfernten Wendepunkt und wieder so weit wie möglich zurück. Ich konnte wieder bei der gleichen Farm landen, wo ich wieder von vielen Kindern empfangen wurde. Dort traf ich auf Simi, der die gleiche Farm dank Schatten und Strasse aussuchte. Morgen fliegen wir nochmals hier, danach geht es wieder zurück nach Cape Town.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 09. Dezember 2010 um 20:19 Uhr
 
7. Tag
BLOG - SÜDAFRIKA 2010
Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Mittwoch, 08. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Heute war der zweite Tag in Porteville und dank der Windprognose konnten wir am offiziellen Startplatz, 500 m von unserer Unterkunft entfernt starten. Unser Lager ist hier fantastisch. Unten im Tal ist es brütend heiss bei 39° bei uns oben angenehme 32°. Am Startplatz blies der Wind von der Seite, welcher das Starten nicht gerade einfach machte. Zudem zeigte sich eine starke Inversion auf Starthöhe. Am Anfang war der Einstieg schwierig, man musste sich einfach mit dem Wind schieben lassen, Luvseitig die Thermik anfliegen und sich nicht zu fest nach hinten versetzen lassen. Dies gelang einigen sehr gut, diese flogen auch schön voraus. Ich nahm mir Zeit für die Strecke, ich wollte einfach nicht zu früh landen. Die Thermik wurde zudem immer besser, wir konnten zum Schluss bis über 2000 m aufdrehen und die faszinierende Aussicht geniessen.  Das Ungewohnte hier in Porteville ist, das man um gut hoch zu kommen raus fliegen muss. An diese Verhältnisse muss man sich erst gewöhnen. Viele konnten die 50 km lange Strecke abfliegen und die verschiedenen Schlüsselstellen gut meistern. Zum Schluss versuchten wir im Flachland, der Strasse folgend, so weit wie möglich wieder zurück zu fliegen. Für den Landeplatz gibt es hier zwei wichtige Punkte: Erstens: es MUSS Schatten haben, und er MUSS neben der Strasse sein. Trifft eines nicht zu, wird man dafür hart bestraft. Laufen bei 39° und dies ohne Schatten.

Es ist wirklich einmalig hier. Die Prognosen für die nächsten Tage sehen gut aus, wir wollen morgen ins nachbar Tal queren und so hoffentlich 80 km schaffen. Mal schauen.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 08. Dezember 2010 um 20:10 Uhr
 
6. Tag
BLOG - SÜDAFRIKA 2010
Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Dienstag, 07. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Am fünften Tag unserer Reise verlegten wir unser Basislager vom angenehm kühlen Cape Town zum ca. 150 km entfernten Porterville. Wegen der fehlenden Meeresbrise klettert hier das Thermometer bis auf 37 Grad Celsius, was uns am ersten Tag (fünfter Reisetag) wie tote Fliegen am Pool liegen lies. Das taten wir natürlich nur, weil der Wind zu stark und aus der falschen Richtung geblasen hatte.

Heute (sechster Reisetag) blies der Wind immer noch aus der falschen Richtung, was eine Art Föhneffekt auslöst. Entgegen unseres Föhns kann man hier allerdings auf dem 25 km entfernten Gegenhügel fliegen – sogar sehr gut!

Am Morgen hat der Wind die weniger erfahrenen Piloten noch ziemlich verunsichert, was sich allerdings am Nachmittag geändert hat. So haben drei Team-5 Piloten (Alex, Chris, Toni) und ein aussenseitiger Sigma 6 Pilot (Mäse) von 600 Meter auf 2000 Meter (so hoch wie die Höhenbegrenzung von Barry mit der militärischen Flugsicherung ausgehandelt wurde) aufgedreht. Sie nahmen den Weg übers Flachland auf die 25 km entfernte Hügelkette unter die Flügel. Voller Freude wurde der Aussenseiter abgeschüttelt (Sigma) und die Team-5 kämpften sich bis zum Ziel durch. Der Erfolg wurde sogleich mit Wein im nahe gelegenen See gefeiert – wie das in Südafrika eben so üblich ist. Es gelangen über den ganzen Tag einige gute Streckenflüge (Claudia, Simi, Thomi) welche die Fotos sponsern, da den Flachlandfliegern keine Zeit zum Fotografieren blieb.  

Nun freuen wir uns wieder auf eine grossartige Grillade und eine kühle Nacht mit viel Schlaf damit wir wieder frisch sind für weitere grossartige Flüge.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 07. Dezember 2010 um 18:45 Uhr
 
4. Tag
BLOG - SÜDAFRIKA 2010
Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Sonntag, 05. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Der vierte Tag, schon wieder ist ein neues Fluggebiet angesagt. Die Reise geht nach Hermanus, eine wunderschöne Bucht, in der sich im Frühling die Wale paaren. Will man da fliegen, muss man früh aufstehen. Abfahrt 6.°°, am Startplatz 8.°°, kurzes Briefing und ab geht es in die Luft. Da der Himmel noch bedeckt ist geht es nur dynamisch. Perfektes soaring an der 230 m hohen Kannte über Hermanus. Aber schon bald zeigt sich die Sonne, die Thermik setzt ein und ab 10 Uhr geht es auf Strecke. Die grösste Knacknuss ist die erste Querung. Mindestens 500 m sind nötig, damit es los gehen kann. Beim ersten Rücken geht es zuverlässig hoch. Da es noch früh ist braucht man sich nicht zu beeilen. Die Thermik wird immer zuverlässiger und so fliegen wir weiter, einer wunderschönen Lagune entlang, über den Bergen, immer wieder Thermik drehend, fast 30 km. Als ich dann zu unserem Landeplatz, ein kleines Dörfchen weit draussen, raus fliege, piept das Vario immer weiter. Mit einer schönen Höhe weit draussen kann ich eine fantastische Aussicht auf das Meer, den Strand, die Berge, oder einfach auf das schöne Südafrika geniessen. Die Rückholung klappt auch perfekt. Zuerst chauffiert uns ein einheimischer Farmer bis zum nächsten Kaffee, dann holt uns Candice mit dem Bus ab. Es gibt so viele Eindrücke, man kann diese gar nicht in Worte fassen. Auf dem Heimweg besuchen wir noch die Pinguinen Bucht. Auch sie lassen es sich gut gehen, stehen in der Sonne und geniessen die wunderschöne Aussicht auf das Meer.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 06. Dezember 2010 um 11:53 Uhr
 
3. Tag
BLOG - SÜDAFRIKA 2010
Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Samstag, 04. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

 

Der dritte Tag hier im fernen Südafrika begann mit vielen Wolken, aber das heisst hier gar nichts. Einige wecken sich mit Joggen am Strand. Nach dem üppigen Frühstück fuhren wir wie abgemacht nach Osten zum Sir Lowrys Pass. Eine herrliche Aussicht auf die nahe 450 m tiefer gelegene Meeresbucht und perfekter Wind sowie ein deutscher Motorradclub begrüssten uns da oben. Nach einer Phase mit wenig Wind konnten wir stundenlang entlang einer Bergkette soaren und da die Wolken sich inzwischen aufgelöst hatten, setzte Thermik ein. Daher war das herunterkommen fast schwieriger, als das aufdrehen! Der Landeplatz ist ein perfektes Prüfungsgelände. Landet man ausserhalb der 30m Zone, kämpft man sich durch dornige Büsche, sammelt Zecken und verscheucht Schlangen! Es hat grossen Spass gemacht und die Ausblicke auf die Bucht und das umliegende Gelände ist herrlich.

Aber es sollte noch besser kommen: Der Wind erreichte nach Mittag eine Stärke, die uns Richtung Kapstadt zurückfahren liess. Zum ersten Mal seit unserer Ankunft fuhren wir zum Fuss des Tablemountains und damit mitten in die Stadt und durch sie hindurch zum Lionshead, einer Felskuppe, die vom anströmendem Meereswind umspült wird. Die Aussicht auf die Zwölf Apostel bei blauem Himmel, die 600 m tiefer liegende Bucht mit Sandstrand und ein enger Startplatz erwarteten uns. Nach dem häufig als „Zapfenstart ausgeführten Beginn unseres Nachmittagsfluges konnten wir wunderschön am Lionshead soaren. Der zur Verfügung stehende Platz ist aber nicht so gross und daher nahmen einige den Weg entlang der zwölf Apostel unter die Flügel. Andere genossen den Flug in absolut laminarer Strömung und landeten direkt am Sandstrand, wo wir bald zum wohlverdienten kühlen Bier schritten. Den Abschluss dieses herrlichen Tages bildete ein von unseren Gastgebern zubereitetes Nachtessen!

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 06. Dezember 2010 um 11:53 Uhr
 
2. Tag
BLOG - SÜDAFRIKA 2010
Geschrieben von: Thomas Kindlimann   
Freitag, 03. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

  

Nach einer Tagesflugreise vom Schnee in den Sommer sind wir gut angekommen in Südafrika. Am gestrigen Tag war anklimatisieren angesagt. Flanieren an der Strandpromenade, feines Essen mit Livemusik im Hintergrund und Muscheln suchen am Strand halfen uns, sich hier schnell wohl zu fühlen. Nicht zu vergessen ist das Abendessen. Ein traditionelles Braai, das ist Rindfleisch vom Grill in Massen, feine Salate und Wein. Heute, der erste Flugtag, war super erfolgreich. Soren am Strand, spielen und Simi absolut am gamen. Die einen flogen 3 Stunden und wollten gar nicht mehr landen. Als der Wind stärker wurde, haben wir uns entschieden ein Weingut zu besuchen und haben durchdegustiert wie die Profis. Ja, es lässt sich gut leben hier. Grüsse vom TEAM Südafrika

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 04. Dezember 2010 um 21:28 Uhr